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Praxisnahe Einblicke in globalen Vertrieb, E-Mail-Automatisierung und Außenhandel.

Käufersuche4 Min. Lesezeit

Wie Sie mit KI Käufer im Ausland finden

Über klassische Messen und Agenten hinaus helfen KI-Suche und Datenanalyse, qualifizierte Käufer schneller zu finden. Hier ein praktischer Überblick.

Früher bedeutete die Suche nach Käufern im Ausland, Messen zu besuchen oder stundenlang zu googeln. Heute können KI-gestützte Tools auf Basis von Produktkategorien, HS-Codes und Importdaten aus Handelsdatenbanken schnell Käuferkandidaten herausfiltern und so die Rechercheeit drastisch verkürzen.

Die entscheidende Strategie lautet: eng und konkret. Ein präziser Produktname oder eine genaue Spezifikation – statt einer breiten Kategorie – verbessert die Trefferqualität. Beispiel: „US-Distributor, der koreanisches gefrorenes Kimchi importiert" liefert weit bessere Ergebnisse als „Lebensmittelimporteur".

Die gefundenen Käufer zu prüfen, ist ebenso wichtig. Gleichen Sie Kontaktnamen auf LinkedIn ab und nutzen Sie Wirtschaftsauskunfteien (etwa Dun & Bradstreet) oder staatliche Handelsinformationsquellen, um die finanzielle Stabilität einzuschätzen, bevor Sie Zeit in die Kontaktaufnahme investieren.

Organisieren Sie schließlich alle Käuferdaten in einem CRM. Versehen Sie jeden Kontakt mit dem Datum des Erstkontakts, der bevorzugten Kommunikationssprache und dem Produktinteresse. So wird das Targeting künftiger Kampagnen deutlich effektiver.


E-Mail-Marketing5 Min. Lesezeit

Wie Sie mehrsprachige Kaltakquise-E-Mails schreiben, die Antworten bringen

Eine erste Akquise-E-Mail an einen ausländischen Käufer muss kurz und klar sein. Hier erfahren Sie, wie lokalisierte, personalisierte Nachrichten die Antwortquote steigern – mit praktischen Tipps zu Aufbau und Timing.

Die größte Hürde einer Kaltakquise-E-Mail ist die Frage „Warum sollte ich Ihnen vertrauen?". Wenn Sie im Einstieg einen konkreten Bezug nennen – eine gemeinsame Branchenveranstaltung, ein Produkt, das der Empfänger importiert, oder eine Messe, die Sie beide besucht haben – steigt die Öffnungsrate. Den Namen des Empfängers und des Unternehmens korrekt zu schreiben, ist das Minimum an Personalisierung.

Bleiben Sie unter 150 Wörtern. Beschränken Sie die Produktvorstellung auf ein bis zwei Kernmerkmale und schließen Sie mit einem einzigen, klaren Handlungsaufruf – einer Musteranfrage oder einem kurzen Online-Meeting. Mehrere Handlungsaufrufe verwässern den Fokus.

In der Landessprache zu schreiben, zahlt sich aus. In Ländern, in denen Englisch nicht die wichtigste Geschäftssprache ist (Japan, Vietnam, arabischsprachige Märkte und andere), ist es ein praktisches zweisprachiges Format, mit einem Absatz in der Landessprache zu beginnen und die englische Fassung darunter anzufügen – etwas, das Fachleute wirklich schätzen.

Auch das Timing zählt. Dienstags bis donnerstags vormittags in der Zeitzone des Empfängers ergeben in der Regel bessere Antwortquoten. Wenn Sie ein Automatisierungstool nutzen, planen Sie den Versand nach der Zielzeitzone, nicht nach Ihrer eigenen.


Handelsgrundlagen6 Min. Lesezeit

Incoterms-Grundlagen für Erstexporteure

Incoterms legen fest, wer auf jeder Stufe einer internationalen Sendung Risiko und Kosten trägt. Hier eine klare Aufschlüsselung von EXW, FOB und CIF – den drei Begriffen, die Einsteiger am meisten verwirren.

Die Incoterms® sind internationale Handelsregeln, die von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlicht werden. Die aktuelle Fassung ist Incoterms® 2020. Die Regeln legen über 11 standardisierte Handelsklauseln genau fest, wann Risiko, Kosten und Verantwortung vom Verkäufer (Exporteur) auf den Käufer (Importeur) übergehen.

EXW (Ab Werk) ist die für den Verkäufer günstigste Klausel. Der Exporteur ist nur dafür verantwortlich, dass die Ware in seinem Betrieb bereitsteht. Alle Transport-, Zoll- und Versicherungskosten ab diesem Punkt trägt der Käufer. Für unerfahrene Exporteure ist das einfach, für den Importeur jedoch eine große Belastung.

FOB (Frei an Bord) ist eine der in der Praxis am häufigsten genutzten Klauseln. Der Verkäufer trägt die Verantwortung, bis die Ware im benannten Verschiffungshafen an Bord des Schiffes geladen ist. Danach gehen Seefracht und Versicherung zulasten des Käufers. Viele exportierende KMU bevorzugen FOB, weil die Logistikangebote klar und überschaubar sind.

CIF (Kosten, Versicherung und Fracht) bedeutet, dass der Exporteur Fracht und Versicherung bis zum Bestimmungshafen übernimmt; der Importeur kümmert sich bei Ankunft um die Zollabfertigung. Das ist für Käufer bequemer, erschwert aber die Kostenkalkulation des Verkäufers – besonders bei schwankenden Seefrachtraten –, also berücksichtigen Sie das in Ihrer Preisgestaltung.

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