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Handelsgrundlagen

Incoterms-Grundlagen für Erstexporteure

Incoterms legen fest, wer auf jeder Stufe einer internationalen Sendung Risiko und Kosten trägt. Hier eine klare Aufschlüsselung von EXW, FOB und CIF – den drei Begriffen, die Einsteiger am meisten verwirren.

6 Min. Lesezeit · 2026-06-19

Die Incoterms® sind internationale Handelsregeln, die von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlicht werden. Die aktuelle Fassung ist Incoterms® 2020. Die Regeln legen über 11 standardisierte Handelsklauseln genau fest, wann Risiko, Kosten und Verantwortung vom Verkäufer (Exporteur) auf den Käufer (Importeur) übergehen.

EXW (Ab Werk) ist die für den Verkäufer günstigste Klausel. Der Exporteur ist nur dafür verantwortlich, dass die Ware in seinem Betrieb bereitsteht. Alle Transport-, Zoll- und Versicherungskosten ab diesem Punkt trägt der Käufer. Für unerfahrene Exporteure ist das einfach, für den Importeur jedoch eine große Belastung.

FOB (Frei an Bord) ist eine der in der Praxis am häufigsten genutzten Klauseln. Der Verkäufer trägt die Verantwortung, bis die Ware im benannten Verschiffungshafen an Bord des Schiffes geladen ist. Danach gehen Seefracht und Versicherung zulasten des Käufers. Viele exportierende KMU bevorzugen FOB, weil die Logistikangebote klar und überschaubar sind.

CIF (Kosten, Versicherung und Fracht) bedeutet, dass der Exporteur Fracht und Versicherung bis zum Bestimmungshafen übernimmt; der Importeur kümmert sich bei Ankunft um die Zollabfertigung. Das ist für Käufer bequemer, erschwert aber die Kostenkalkulation des Verkäufers – besonders bei schwankenden Seefrachtraten –, also berücksichtigen Sie das in Ihrer Preisgestaltung.

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